Patrizier in Nürnberg

Als eines der einflussreichsten und tatkräftigsten Patriziergeschlechter prägten die Tucher die Geschicke von Nürnberg und der Region über Jahrhunderte entscheidend mit. Der Erhalt des historischen Erbes und die Förderung kultureller Aktivitäten stellen Ziele dar, denen sich die Familie immer wieder neu widmet.

1309

Berthold Tucher erwirbt das Nürnberger Bürgerrecht.

1340

Mit Berthold I. Tucher (1310-1379) ist erstmals ein Tucher Mitglied im Kleineren Rat der Reichsstadt Nürnberg.

1503

Dr. Lorenz Tucher (1447-1503) gründet die Dr. Lorenz Tucher’sche Stiftung mit dem Ziel, bedürftige Familienmitglieder zu unterstützen und das Stiftungsvermögen zu verwalten.

1598

Die Tucher erwerben als neuen Hauptsitz das Schloss Simmelsdorf. Der vollständige Name des Geschlechts lautet seitdem "Tucher von Simmelsdorf".

1606

Das zwischen 1590 und 1606 entstandene Große Tucherbuch ist das prachtvollste einer großen Anzahl von Geschlechterbüchern des Nürnberger Patriziats.

1815

1815 wurden die Tucher in die Freiherrenklasse des bayerischen Adels immatrikuliert.

1855

Die Tucher erwerben das Königliche Bräuhaus Nürnberg, das fortan als „Freiherrlich von Tucher’sche Brauerei“ firmierte.

1875

Der Herrensitz Schoppershof geht an die Tucher über und dient heute als Sitz der Stiftung.

1969

Das zwischen Jahr 1533-1544 erbaute Tucherschloss wird nach Wiederaufbau mit der erhaltenen historischen Ausstattung als Museum der Stadt Nürnberg eröffnet.

2012

Die kulturellen Belange der Familie Tucher werden nun durch die neu gegründete gemeinnützige Tucher’sche Kulturstiftung vertreten.